Das Grossmeisterturnier Zu St. Petersburg Im Jahre …


Das Grossmeisterturnier Zu St. Petersburg Im Jahre 1914
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Das bedeutendste Schachturnier in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg fand 1914 in St. Petersburg statt. Hier traf der amtierende Weltmeister Emanuel Lasker u.a. auf die beiden strksten Kontrahenten jener Zeit: Akiba Rubinstein und Jos Ral Capablanca. Der Sieger des Turniers htte beste Aussichten auf einen baldigen Weltmeisterschaftskampf gegen Lasker gehabt. berraschenderweise scheiterte Rubinstein aber bereits in der Vorrunde, so dass sich in der Endrunde der Kampf um den Turniersieg zu einem Duell zwischen Lasker und dem zu Beginn sehr stark auftrumpfenden Capablanca zuspitzte. Capablanca fhrte zwischenzeitlich bereits mit 1.5 Punkten Vorsprung. Daher musste Lasker in den letzten Runden einen gewaltigen Kraftakt leisten, um seinen Rivalen doch noch einzuholen und letztlich das Turnier mit einem knappen Vorsprung zu gewinnen. Insbesondere Laskers beeindruckender Sieg im direkten Aufeinandertreffen mit Capablanca und die in der anschlieenden Runde folgende Hilfestellung seines alten Rivalen Siegbert Tarrasch, dem Autor des hier vorliegenden Turnierbuches, sorgten schlielich fr diesen Meilenstein in Laskers glanzvoller Schachkarriere. Selbst der sonst so kritische Tarrasch lobte das Spiel des Weltmeisters in berschwnglicher Weise: Lasker hat fr seine Mitwirkung auf dem Turnier vom Komitee eine Riesensumme erhalten, ber 4000 Rubel. Ich finde das nicht zu hoch. Wenn man solche Partien spielt! Wir haben keine Schachmzene. Htten wir sie, dann mte irgend einer von ihnen auf den Gedanken kommen, Lasker zum Dank fr die genureichen Partien, die er auf diesem Turnier gespielt, eine noch viel, viel hhere Summe zu spenden. Ich selbst wrde es in neidloser Bewunderung tun, wenn ich so reich wre. Neben dem enttuschenden Abschneiden von Rubinstein stellte der berraschungserfolg des jungen Alexander Aljechin, welcher hinter Lasker und Capablanca den dritten Platz erreichte, die grte Sensation des Turniers dar. Aljechin rangierte damit in der Endtabelle noch vor Tarrasch und Marshall.